Kindertagesstätte
Buddelkiste e.V.

  Willkommen im Land der kleinen "Maulwürfe"

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Erzieherisches Konzept

 

Unsere Kindertagesstätte ist eine Gemeinschaft von Kindern und Erwachsenen.Wir streben einen partnerschaftlichen Umgang miteinander an. Beim partnerschaftlichen Erziehungsstiel ist uns vor allen Dingen das Prinzip der Umkehrbarkeit wichtig. Das bedeutet, dass wir mit den Kindern so umgehen, wie wir es uns umgekehrt auch wünschen! Wir verstehen uns als Entwicklungsbegleiter/innen!

Unsere gesamte pädagogische Arbeit knüpft an die Bedürfnisse, Erlebnisse und Erfahrungen der Kinder an. Wir versuchen, das einzelne Kind seinem Entwicklungsstand entsprechend dort abzuholen, wo es steht. Hauptziel soll hierbei sein, dass die Kinder in Situationen, jetzt und im späteren Leben möglichst selbständig und unabhängig denken und handeln können.

Der Lern- und Erfahrungsbereich wird von uns so gestaltet, dass sich die Kinder geborgen fühlen,Vertrauen zu sich und anderen gewinnen und mit Freude spielen können.

Innerhalb einer Gruppe ist jeder Mensch eine Persönlichkeit. Treffen verschiedene Persönlichkeiten aufeinander, kann es zu Meinungsverschiedenheiten kommen.

Rücksichtnahme und das Üben von Toleranz, helfen dabei Lösungen für auftretende Konflikte zu finden.

Dabei sind Regeln in einer Gruppe unerlässlich. Die Kinder müssen lernen, diese zu akzeptieren und umzusetzen. Diese Regeln schränken die Kinder nicht ein, sondern helfen ihnen im Umgang mit anderen. Das Kennen lernen unterschiedlichster Gruppenprozesse und das Umgehen mit Verhaltensmustern ermöglichen dem Kind, seine eigene Persönlichkeit zu finden und zu stärken. Sein Selbstvertrauen wird gestärkt, und sein Selbstbewusstsein wächst.

Die Basis unserer Arbeit mit den Kindern ist das ausgiebige Spiel:
Wir sehen das Spiel der Kinder als wichtigste und wertvollste Tätigkeit des Tages an. Nirgendwo strengen sich Kinder mehr an und sind ausdauernder, um ihr eigenes Spiel zu erreichen, nirgendwo wird mehr kindliche Aufmerksamkeit in den Bann gezogen als im freien Spiel. Daher ist das freie Spiel die Grundlage für die kindliche Persönlichkeitsentwicklung. Das bedeutet, den Kindern genügend Raum und Zeit zur Verfügung zu stellen. Bei uns dürfen die Kinder, die Räume des Hauses, sowie das Außengelände nach ihren Wünschen zum Spiel nutzen. Durch unterschiedliche Gestaltung der Räume, Bereitstellen von Spielmaterial werden alle Kinder zu verschiedenen Spielorten angeregt!

Um das einzelne Kind in seinem Handeln und Tun zu verstehen, ist es gut und wichtig, seine Lebensbedingungen zu kennen, um dementsprechend seine Fähigkeit und Fertigkeit fördern zu können.

Aus diesem Grund bieten wir den Eltern die Möglichkeit, dass die Kinder uns Erzieher/innen ihren Lebensraum bei einem Hausbesuch zeigen können. Aber auch die Eltern können in unserer Einrichtung hospitieren - einen Vormittag in unserer Einrichtung verbringen - , um den Kindertagesstättenalltag, insbesondere auf ihr Kind bezogen, kennen zu lernen. Weitere Austauschmöglichkeiten bieten die ausführlichen, mindestens einmal jährlich stattfindenden Elterngespräche. In unserer Einrichtung leben die Kinder beider Gruppen in verschiedenen Altersstufen zusammen. Den Kindern ermöglichen wir so, vielfältige soziale Erfahrungen zu sammeln. Einzelkindern, deren Zahl in unserer Gesellschaft ständig zunimmt können in der Gruppe ähnliche Erfahrungen machen, wie Kinder mit Geschwistern, indem sie z.B. beim Füttern und bei der Sauberkeitserziehung teilnehmen und mit den jüngeren Kindern spielen.

Die älteren Kinder können in natürlichen Situationen Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und Verständnis für Jüngere und Schwächere entwickeln und im Rahmen ihrer Möglichkeiten Verantwortung für jüngere Kinder mittragen.

In unserer pädagogischen Arbeit ermöglichen wir den Kindern voneinander zu lernen. Beobachtungen in Kleingruppen zeigen, dass es zwischen verschiedenaltrigen Kindern zu vielfältigen Begegnungen und Beziehungen kommt. Das Alter für die Wahl des Spielpartners ist dabei weniger wichtig. Ausgeprägt ist vielmehr das nachahmende Lernen der Kinder untereinander. Man hat festgestellt, dass etliche Verhaltensweisen leichter von anderen Kindern übernommen werden als von Erwachsenen. Hierdurch ergeben sich vielfältige Möglichkeiten zur Begegnung und zum gemeinsamen Spiel.

Die Umsetzung der pädagogischen Grundgedanken im Alltag:
Für die Umsetzung des pädagogischen Grundgedanken sind zum einen die zeitlichen Strukturen und zum anderen die verschiedenen Möglichkeiten des Miteinanders im Laufe eines Tages von Bedeutung.

Zeitliche Strukturen Um sich in ihrer Lebenswelt zu orientieren, benötigen Kinder immer wiederkehrende Strukturen. Diese sind in unserem Tagesablauf durch festgelegte Zeiten mit unterschiedlichen Inhalten gegeben. Der so gelebte zeitliche Rhythmus teilt den Tag und die Woche für die Kinder in überschaubare Abschnitte ein.

Im folgenden beschreiben wir diesen Rhythmus mit Hilfe von Beispielen: Die tägliche Zeitliche Struktur wird im wesentlichen durch die Mahlzeiten festgelegt, dieses sind bei uns: - das gleitende Frühstück - das gemeinsame Mittagessen - und der Nachmittagssnack. Bei den Mahlzeiten haben die Kinder die Möglichkeit miteinander und mit den Erwachsenen zu kommunizieren. Sie erleben und praktizieren alltägliche Umgangsformen bei Tisch. Ebenso werden bei der Benutzung von Besteck und Geschirr feinmotorische Fähigkeiten entwickelt und verfeinert.

Wöchentlich wiederkehrende zeitliche Strukturen sind zum Beispiel das Gruppenturnen, das Spiel auf der Außenanlage und die gemeinsamen Gruppenstuhlkreise.

Bewegungserziehung:
Kinder brauchen Bewegung! Kinder brauchen Spiele! Kinder brauchen viel Freiraum für Spiel und Bewegung! Kinder wollen toben, laufen, springen, sie wollen ihren Körper ganzheitlich wahrnehmen und Bewegungserfahrungen machen. Die räumlichen Gegebenheiten der Turnhalle und das für den Turnbereich vorhandene Material können das kindliche Bedürfnis nach Bewegung und Aktivität, eingebunden in eine geplante spielerische Vorgehensweise erfüllen. Aus diesem Grund geben wir den Kindern die Möglichkeit, ein- bis zweimal wöchentlich ihrem natürlichen Bewegungsdrang in angeleiteten Bewebungsangeboten sowie auf der frei gestaltbaren Bewegungsbaustelle nachzukommen.

Spiel auf der Außenanlage:
Auf unserem Außengelände finden die Kinder vielfältige Möglichkeiten, zum einen Spielgeräte, Versteckmöglichkeiten durch Begrünung und verschiedenartige Untergründe, welche für die Entwicklung der Motorik, Wahrnehmung, Bewegungskoordination und des Gleichgewichtes enorm wichtig sind.

Gruppenstuhlkreis:
Ein gemeinsamer Austausch über de und die Erarbeitung von Geschichten, die themenbezogen ausgewählt werden.

Möglichkeiten des Miteinanders können sein:

          freies Spiel

          Kleingruppenarbeit

          Gesamtgruppenaktivitäten

Kleingruppenarbeit :
Die Kleingruppenarbeit findet durch Anleitung innerhalb der Gruppe oder außerhalb der Gruppe statt. Inhalte einer Kleingruppenarbeit können zum Beispiel sein:

          Ästhetische Erziehung (Malen und Basteln)

          themenbezogene Aktivitäten (religiöse oder jahreszeitenbedingt)

          das Erleben von Musik

Ästhetische Erziehung:
Die ästhetische Erziehung beinhaltet das kennen Lernen von verschiedenen Gestaltungs- und Werktechniken. Sie fördert die gezielte Wahrnehmung, bereichert das Vorstellungsvermögen und regt die Phantasie an. Das freudige Hantieren des Kindes ist stets wichtiger als das fertige Produkt. Aus diesem Grund setzen wir bei den kreativen Arbeiten keine Schablonen ein. Die erlernten Techniken bieten dem Kind eine Möglichkeit der heutigen Reizüberflutung entgegenzuwirken. Denn ein Kind, das viel zeichnet, wird eindrucksempfindlicher. In seinen Zeichnungen lernt es, die Dinge zu verstehen und einzuordnen. Es bekommt Sicherheit in seiner Darstellungsweise und lernt durch das Zeichnen die Dinge festzuhalten und zu fixieren. Von der äußeren Sicherheit der Gestaltung findet es zur inneren. Es gewinnt Selbstvertrauen, es findet zu sich und beruhigt sich zugleich. Es vertraut dem Papier seine Probleme an und stellt sie aus sich heraus. Das Kind gewöhnt sich an selbstständiges Tun. Es ist selbstverständlich, die verschiedenen Techniken den Fertigkeiten dem Alter des Kindes anzupassen.

Themenbezogene Aktivitäten:
Erleben von religiöser Erziehung Die Einbeziehung der religiösen Erziehung in unser pädagogisches Angebot gehört aus historischen, ethischen und Brauchtumsgründen mit hinzu. Vorwiegend gehen wir z.Zt. auf die Glaubenshaltung des Christentums ein, die in unserem Lebensraum weit verbreitet ist. Bei den religiösen Festen (Ostern, Martinsfest, Nikolaus und Weihnachtsfest etc.), die im Jahresablauf herausragen, wird den Kindern der religiöse Hintergrund vermittelt. Für uns kommt es besonders darauf an, dass die Kinder lernen, welche Bedeutung z.B. das Weihnachtsfest früher hatte und wie man dies im Einklang mit dem Festbrauchtum von heute bringen kann. Die Vermittlung findet ohne jegliche Festlegung und Wertung auf eine Glaubensrichtung statt. In diesem Rahmen arbeiten wir gern mit der Meditationsmethode von Franz Kett. Nach dieser Methode sollen die Kinder im ganzheitlichen Bereich durch Musik, Geschichten, Besinnungs- und Bewegungselemente, sowie Gestaltungsmöglichkeiten mit Naturlegematerialien zur inneren Ruhe, Offenheit, Sinneswahrnehmung und Selbstfindung angeregt und hingeführt werden.

Erleben von Musik:
Musik umgibt uns überall, ist Bestandteil unseres Lebens und wirkt auf uns von Kindesbeinen an, ja sogar schon im Mutterleib. Lieder als Träger von Texten und Melodien spielen eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung des Kleinkindes, bieten Möglichkeiten der Identifikation der Wahrnehmung und des Ausdrucks. Durch sie werden Vorgänge des bewussten Hörens und Differenzierens von Tönen eingeübt. Hierzu kommt die Wahrnehmung und Umsetzung von Rhythmen. Mit diesen Elementen erlernen die Kinder Melodien, sammeln verschiedene Erfahrungen mit Instrumenten und Tanzformen. Sie eignen sich einen eigenen Liederschatz an.

Gesamtgruppenaktivitäten:
Auch diese finden innerhalb oder außerhalb der Gruppe statt. Gesamtgruppenaktivitäten können zum Beispiel Stuhlkreise, Geburtstagsfeiern, Spaziergänge oder auch Ausflüge sein. Hierbei steht das Erleben der gesamten Gruppe im Vordergrund, mit dem Ziel den Gruppenzusammenhalt zu fördern. Die Kinder lernen sich gegenseitig als Gruppenmitglied zu akzeptieren und aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Bei allen drei Möglichkeiten des Miteinanders (freies Spiel, Kleingruppenarbeit, Gesamtgruppenaktivität) sollen die Motivation und die Neugierde auf etwas Neues, die Phantasie und die Kreativität gewechselt werden. Der Erwachsene begleitet das Kind, indem er ihm hilft, es unterstützt oder mit dem Kind zusammen eine Aktivität entwickelt. Jedes Kind hat das Recht zu lernen, zu spielen, zu lachen, zu träumen, anderer Ansicht zu sein, vorwärts zukommen und sich zu verwirklichen.

Selbstverständnis von Erziehung:
In unserer Einrichtung verstehen sich die Erzieherinnen in erster Linie als Partner und Anwalt der Kinder und setzen sich für ihre Interessen ein. Insbesondere möchten wir zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern beitragen. Das pädagogische Handeln der Erzieherinnen hat die Förderung der Gesamtpersönlichkeit des Kindes zum Ziel. In unserer Arbeit sind wir bestrebt unsere Aufgaben wahrzunehmen und unsere Fachkompetenz kontinuierlich zu erweitern. Wir sehen uns als Vorbildfunktion für die Kinder mit allen Stärken und Schwächen, mit der Bereitschaft aktiv zu sein und Fehlerwiederholung zu vermeiden.

Selbstverständlich gehören für uns folgende Merkmale als entwicklungsunterstützend für die Kinder zu unserer Arbeit:
Dieses Fundament aus wertvollen Lebensbausteinen möchten wir den Kindern zur Persönlichkeitsfindung mit auf ihren Lebensweg geben. Wie oft schlägt Ungeduld Türen zu, die eben aufgehen wollten. ( Louise Hodek ) Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen (Teamarbeit)

Bedeutung von Teamarbeit:
In einer Einrichtung, in der mehrere Personen so dicht zusammenarbeiten, wie bei uns in der Kindertagesstätte "Buddelkiste", ist es fast existenznotwendig, dass der einzelne Erzieher Offenheit und Kooperationsbereitschaft mitbringt. "Team", heißt für uns, dass jeder Einzelne so angenommen wird, wie er ist; sich zusammenfinden in der Absicht, mit unseren verschiedenen Fähigkeiten gemeinsam das Beste für die Kinder zu wollen.

Teamkonferenzen:

Um gemeinsame Arbeitsabsprachen durchführen zu können, müssen Zeit und Raum vorhanden sein. Zu diesem Zweck führen wir unsere regelmäßigen Teamkonferenzen durch. Hierbei ist das Ziel der Teamkonferenz einerseits die Kommunikation und Kooperation der einzelnen Erzieher so zu fördern, dass Teamarbeit entstehen kann, andererseits die KITA- Arbeit so zu gestalten, dass sie anregender und bereichernd wird.

Inhalte der Teamkonferenzen:

1. aktuelle Berichte aus den Gruppen

2. Kindbesprechungen

3. Austausch über pädagogische Inhalte

4. Vorbereitung von Elternnachmittagen bzw. -abenden

5. organisatorische Absprachen. u. v. m.

Gruppenkonferenzen:

Im wöchentlichen Wechsel mit den Teamkonferenzen findet auch unser

Gruppenkonferenzen statt, an denen die Erzieherinnen der jeweiligen Gruppe teilnehmen.

Inhalte der Gruppenkonferenzen sind:

1. Reflexion der Gruppensituation

2. Planung des Gruppenalltags und besonderer Aktivitäten

3. Besprechungen von Kindbeobachtungen

4. Auseinandersetzung über pädagogische Methoden und Gruppenziele u.v.m.

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